Ein zweigeschossiger Zubau wird der bestehenden Schule, 1962−64 von Theiss & Jaksch errichtet, angegliedert.
Dieser Zubau setzt den offenen Kreuzgrundriss der Schule fort. Pro Geschoss ordnen sich jeweils vier Stamm−
klassen rund um freiere Schulräume und Pausennischen zu einem Cluster an; aufgrund des vorgeschlagenen
offenen Bau−Systems sind weitere Änderungen Richtung neuer pädagogischer Konzepte zukünftig möglich. Die
begehbare Dachterrasse wird als “Frei−Luft−Raum” für Lehre und Lernen im Freien gestaltet.
Städtebaulich schafft der Zubau einen zusätzlichen Schulhof, der − ergänzend zum bestehenden Schulhof −
durch die im Erdgeschoss geplante Bibliothek als ruhiger “Lesehof” fungieren soll. Erschlossen wird der neue
Bauteil direkt von den zentralen Pausenhallen des Bestands aus. Die leichte Drehung des Neubaus zur beste−
henden Struktur öffnet den Hof zur Umgebung und zur Sonne. Gleichzeitig werden lange lineare Gänge vermieden:
Pausengang samt Nischen dienen nicht als funktionale Erschließung, sondern primär als Aufenthaltsraum.
Entlang der Fassaden wird das Wechselspiel zwischen Außen und Innen zur gestalterischen Leitidee: Im Norden
schieben sich Fensternischen weit nach außen und schaffen Raum im Inneren, im Westen schatten Brise−Soleil−
artige Fensterbänder die Sonne ab, im Süden vertieft sich die Fassade und schafft Balkone und überdachte
Terrassenbereiche, die ein Lernen im fließenden Übergang zwischen Außen und Innen möglich machen.
Eine neue Turnhalle erweitert das räumliche Angebot für den Sportschwerpunkt der Schule und strukturiert
die Innen/Außen−Beziehungen entlang der Sportflächen. Die Arbeitsräume für die Lehrenden (ein Bereich, der
oft vernachlässigt wird) werden räumlich erweitert und als Großraumbüro mit Rückzugszonen neu strukturiert.
Architektur: Gabu Heindl
Mitarbeit: Daniel Ehrl
Ausloberin: BIG − Bundesimmobiliengesellschaft
Wettbewerb: 2010
Realisierung: bis 2012 (geplant)