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B(R)G ZEHNERGASSE
Schul-Erweiterung und Sanierung
geladener Wettbewerb, 1. Preis
Wiener Neustadt, 2010 - 2013
Eröffnung 2. Juni 2014



Dem bestehenden Schulbau, 1962-64 von Theiss & Jaksch errichtet, wurden zwei neue Bauteile angegliedert,
die den offenen Kreuzgrundriss der Schule fortsetzen - jedoch unter neuen Vorzeichen: ein neuer Klassentrakt
mit flexibler Groß- und Klein-Raum-Nutzung sowie ein neuer Turnsaaltrakt mit Sport-Pausenräumen für
die ganze Schule. Durch diese städtebauliche Setzung entstehen fünf neue Höfe für die Zehnergasse.

Eine leichte Drehung des neuen Klassentrakts öffnet den Lesehof zur Umgebung und zur Sonne und verhindert
gleichzeitig lange lineare Gänge. Je Geschoß ordnen sich vier Stammklassen rund um freiere Schulräume und
Pausennischen zu einem Cluster an. Das offene Bau-System erzeugt funktionsneutrale und -flexible Räume,
die Mehrfachnutzungen hinsichtlich neuer pädagogischer Konzepte und zukünftiger Entwicklungen ermöglichen,
sowie in Richtung Ganztagsschule neue Raumtypen bietet.

Einerseits ermöglicht der Klassenraum selbst vielfältige Lehr- und Lernnutzungen durch die flexible Organisation
der Installationen und der Möblierung, die Schaltfähigkeit der Räume und die großzügigen Fensternischen.
Andererseits wird auch den Gangbereichen zusätzliche Qualitäten zum Transitraum zugestanden: Sie lassen
sich auch über die Schalträume erweitern und eröffnen Sitznischen. Gleichzeitig ermöglichen sie Querblicke
zum Bestand, Pausen- und Außenraum.

Offene Lehr- und Unterrichtskonzepte beeinflussen auch die Gestaltung der zentralen Bibliothek im Erdgeschoß
mit ihrer Erweiterung in einen neuen Lesehof. Im ersten Stock verbinden sich die Lerninseln der Aufenthalts-
und Pausenräumen samt Sonnenbalkon im Unterrichts-Cluster mit den Ruhe- und Kommunikationszonen. Die
begehbare Dachterrasse im zweiten Stock wird als "Frei-Luft-Raum" für Lehre und Lernen im Freien gestaltet.

Entlang der Fassaden wird das Wechselspiel zwischen Außen und Innen zur gestalterischen Leitidee: Im Norden
schieben sich Fensternischen weit nach außen und schaffen Raum im Inneren, im Süden vertieft sich die
Fassade und schafft Balkone und überdachte Terrassenbereiche, die ein Lernen im fließenden Übergang
zwischen Außen und Innen möglich machen.

Der neue Sporttrakt wurde in Kooperation und Kofinanzierung (!) mit der Landesberufsschule am Nachbar-
grundstück errichtet und erweitert somit das räumliche Angebot für Sport-Unterricht und sportliche
Pausengestaltung für beide Schulen, es entsteht eine Art Schul-Campus.
Die Organisation der Sport-Nebenräume ermöglicht auch zusätzliche Nutzungen, wie etwa Ausstellungen für
den künstlerischen Schwerpunkt der Schule, aber auch für Fitness oder Yoga. Der neue Pergola-Hof kann
auch zum Hochklettergarten werden.

Auch die Arbeitsräume für die Lehrenden (ein Bereich, der oft vernachlässigt wird) wurden substanziell räumlich
erweitert und als Großraumbüro mit Rückzugszonen und Konferenzmöglichkeiten neu strukturiert.

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BG / BRG ZEHNERGASSE
extension and remodeling
invited competition, 1st Prize
Wiener Neustadt, 2010 - 2013
opening: June 2nd, 2014

The existing school was built 1962-64 by Theiss & Jaksch. The two new building parts refresh the existing typology
by creating five new courtyards: a front garden, the “reading court”, an afternoon court and a pergola sports
courtyard with a workshop arena next to it. The slight twist of the new classroom building irritates the linear
corridors in the inside on purpose, creating different viewing angles, on the same time strengthening the quality
of the central aulas of the existing part.

The edge between inside and outside is being challenged on all facades: In the North deep alchoves create
“window spaces” for the kids, to be lived in and explored within the classrooms, while in the South deep balconies
and terraces allow gradual outdoor use of the sunny side of the buildings. Outdoor classrooms, benches, ramps,
the accessibility of the roof open up learning as something that can take place anywhere.

The new gymnasium extends the sport facilities with an indoor sporthall, additional exercise and break rooms as
well as a pergola to be used as an outdoor sports arena.

Within participative workshops the 100 teachers and part of the 1000 schoolkids were part of the design process.
Which last but not least made it obvious how the working places of the teachers needed to be enlarged by re-
furbishing the existing school parts. Also, the school is remodeled to be entirely barriere-free.


Ausloberin / Client
BIG − Bundesimmobiliengesellschaft

Wettbewerb / Competition
2010

Planungszeit / Planning period
2010-2013

Realisierung / Realization
2012 - 2013

Team GABU Heindl Architektur
Gabu Heindl, Markus Illetschko, Martin Radner, Clemens Dill, Karlis Berzins,
Daniel Ehrl, Joachim Hackl, David Jímenez, Célia Picard

Landschaftsplanung / landscape design
Gabu Heindl und Marlis Rief / Weidlfein

content: (c) GABU Heindl Architektur 2013