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IN PRAISE OF SHADOWS
on the relation of light, shadow, space and work
Gabu Heindl in: Philips Lighting und AIT
"New Visions on Dynamic Lighting", 2005

Light does not become visible until it is refracted or reflected or strikes objects that create shadows. The
simple realization that light is closely intertwined with the absence of light, i.e. shadow, is incorporated in
the work of Gabu Heindl. She asks for a “science of shadows” and argues in favor of designing shadows
dynamically in the same way in which light is manipulated for a variety of purposes. She sees analogies
between lighting and our everyday work, in that we become consciously aware of our work only when it is
interrupted in some way. (text: book editors)

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SCHATTENZEITEN oder: Lob der Pause
Gabu Heindl in kuckuck: Notizen zur Alltagskultur - Heft 53
"Raum-zeiten", Graz 2008


Licht wird erst dadurch sichtbar, dass es gebrochen oder reflektiert wird oder auf Körper fällt, die Schatten
erzeugen. Es geht im folgenden um die einfache Erkenntnis, dass mit dem Licht untrennbar auch "Licht-
pausen", also Schatten verbunden sind:

In Vita Activa vergleicht Hannah Arendt die Relation des Schattens zum Sichtbaren mit jener des Wortes
zur Tat. Und denkt man Schatten weiter - also zum Beispiel im Verhältnis von Licht und Arbeit, im Besonderen
Arbeit unter "postfordistischen" Verhältnissen, so bietet es sich an, in Zeiten der "Rund um die Uhr"- Bereit-
schaft, die sich auch in Beleuchtung ausdrückt, die Brechung des Lichts (die "Lichtpause") mit dem Wert der
Unterbrechung, der "Arbeitspause" zu vergleichen. So wie unter Bedingungen einer flexibilisierten Arbeitswelt
die Arbeitsunterbrechung zum Teil der Wertschöpfung wird - in einem immer erweiterbaren, alle Unterbrech-
ungen integrierenden System -, so hat auch das Licht seine Wahrheit im Schatten, und sein Wert zeigt sich
dort. Auch wenn der Schatten meist im Schatten des Lichts steht...

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content: (c) GABU Heindl Architektur 2008