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Die 70er. Damals war Zukunft
Jahresausstellung 2016
Ausstellungsgestaltung
Schallaburg, Niederösterreich


Denken wir an die Zukunft. Was verspricht sie? Macht sie Angst?
Ist sie offen, eine Last, voller Möglichkeiten? Vor dem Hintergrund aktueller
Fragen blickt die Ausstellung auf die 1970er. Denn mit dem Anspruch, die Zukunft
zu gestalten, wurden in den 70ern Visionen von einer anderen Welt formuliert:
Bildung und Arbeit für alle! Selbstbestimmung! Kritischer Journalismus!
Antiautoritäre Erziehung! Dabei veränderte sich der Alltag grundlegend und
während alternative Lebensformen entwickelt wurden und sich Bewegungen, Revolten
und Widerstände bildeten, war es auch eine Dekade der Krisen, der kalten und
heißen Kriege, der nazistischen und faschistischen Kontinuitäten.
Das partizipative Ausstellungsprojekt Die 70er - Da- mals war Zukunft geht in
sieben Kapiteln jeweils von Forderungen der 1970er Jahre aus und endet mit Fragen
der Gegenwart. Die Ausstellung ist Forum und Kontaktzone und versteht sich als
Möglichkeitsraum, die Geschichte der Gegenwart aktuell zu verhandeln.
Sie präsentiert künstlerische Arbeiten, Designobjekte und historische Dokumente,
die von den Versprechen und Widersprüchen einer Zeit erzählen, die antrat,
die Welt zu modernisieren.

Aktions- und Debattenräume – gemeinsam mit Künstler_innen und dem Vermittlungsteam
der Schallaburg entwickelt – laden zur aktiven Au- seinandersetzung mit Geschichte ein.
Denn viele Forderungen der 70er bleiben weiterhin gültig und werden heute neu verhandelt:
Weltweite soziale Bewegungen stellen Hierarchien und Besitzdenken in allen Bereichen der
Gesellschaft infrage. Die künstlerischen Interventionen formulieren Konzepte solidarischer
Ökonomien, offener Beziehungen, radikaler Museen, realer Demokratien und offener Grenzen.

Kapitel der Ausstellung
Alles muss sich ändern! Bewegungen, Revolten, Widerstand
Arbeit und Bildung für alle! Versprechen und Brüche im Wohlfahrtsstaat?
Liberté, Egalité, Pfefferminztee! Alltag und Medien
Nur die Freiheit stillt den Durst! Kalte und heiße Kriege
Macht kaputt, was euch kaputt macht! Umkämpfte Vergangenheit und nazistische Kontinuitäten
Das Private ist politisch, das Politische privat! Alternativ leben
Museum für alle! Ausstellungsutopien und das Museum der Zukunft

Debattenräume
in Kooperation mit:
Wofür kämpfen? Was bewegen? Stefanie Seibold
Wessen Bildung? Wessen Zukunft? Sophie Schasiepen und Ezgi Erol
Was hat das mit mir zu tun? Martin Krenn
Wie zusammenleben? Lisa Bolyos
Was heißt alle? Claudia Hummel




The '70s. Then there was Future
Schallaburg exhibition, 2016
Exhibition centre Schallaburg



The '70s were turbulent times: wars from Nicaragua to Vietnam, the vote against the
Zwentendorf nuclear power plant, citizens' initiatives … the people stirred, something
moved. Free textbooks, the 40-hour workweek, legal abortion up to the first trimester
– all of these were hard-won achievements of the 1970s. What was new? What continued?

Embedded in the exhibition are five debate rooms, where individual visitors, families,
and basically everyone is welcome to address questions and debate in workshops or in
an encounter with other visitors.
Seven exhibition chapters provide insight into the colourful, turbulent 1970s against
the backdrop of contemporary issues and events. Aspiring to shape the future, the people
envisioned a better world to come.

“Work and education for everyone!”
Promises and breaks in the welfare state

“Everything must change!”
Movements, revolts, resistance

“It’s showtime!”
Daily life and the media

“Austria, island of bliss”
Of cold and hot wars

“Break what breaks you!”
Contested pasts and Nazi continuities

“The personal is political, the political is personal!”
Alternative living

“Museum for everyone!”
Exhibition utopias and the Museum of the Future

Five debate spaces, designed by visual artists, turn the exhibition into a forum
and contact zone.
What should we fight for? What needs to change?
Whose education? Whose future?
How do we create solidarity?
How should we live together?
Who is “everyone”?


Ausstellungsdauer / Exhibition
March 19 to November 6 2016
http://www.schallaburg.at

Auftraggerin / Client
Schallaburg Kulturbetriebsges.m.b.H.

Team der Ausstellung
Kuratorinnen: trafo.K, Hannes Etzlstorfer
Ausstellungsarchitektur: GABU Heindl Architektur
Graphik: Toledo i Dertschei



content: (c) GABU Heindl Architektur 2016